Hannover blickt in diesen Tagen gespannt auf die Klimaverhandlungen in Kopenhagen. Klar ist, hier entscheiden die UN-Vertragsstaaten über die Zukunft unserer Welt. Doch wie groß sind die Chancen für einen Durchbruch in der internationalen Klimapolitik? Zu dieser Frage veranstaltet die Grüne Hochschulgruppe am kommenden Donnerstag um 19.00 Uhr an der Universität Hannover eine Diskussionsrunde mit dem renommierten Wissenschaftler Prof. Dr. Bernd Siebenhüner vom Institut für Klimafolgenforschung in Potsdam und der ehemaligen Bundessprecherin der Grünen Jugend und Klimaaktivistin Kathrin Henneberger. Moderiert wird die öffentliche Veranstaltung vom örtlichen grünen Bundestagsabgeordneten Sven-Christian Kindler.
Was es bedeutet, wenn in diesen Tagen in Kopenhagen kein verbindliches und unverzügliches Reduktionsabkommen beschlossen wird, macht Kindler am Mittag gemeinsam mit der grünen Hochschulgruppe „Campus Grün“ auf dem Hochschulgelände der Universität Hannover deutlich. Im Vorfeld der Veranstaltung wird auf dem Conti-Campus ein Klimaflüchtlingslager errichtet. Der hannoversche Bundestagsabgeordnete betont den Ernst der Lage: „Schon heute sind 20 Millionen Menschen aus Umwelt- und Klimagründen auf der Flucht. Weltweit ist der Klimawandel der Fluchtgrund Nummer eins. Sollte sich dieser weiter verschärfen, werden bis zum Jahr 2050 weltweit rund 200 Millionen Menschen vor Dürren und Überschwemmungen fliehen müssen.“ Kindler macht deutlich: „Wird der Klimawandel in Kopenhagen nicht sofort gestoppt, werden auch Klimaflüchtlingszelte in Hannover zur Realität! Wir setzen uns schon jetzt dafür ein, dass Menschen, die aufgrund klimatischer Veränderungen auf der Flucht sind, von den Verursachern des Klimawandels entschädigt oder aufgenommen werden. Klimaflüchtlinge sind für uns weder Bittsteller noch eine Bedrohung, sondern sie verdienen unsere Solidarität.“
Aus diesen Gründen hat der Bundestagsabgeordnete Sven-Christian Kindler gemeinsam mit dem grünen Europaabgeordneten Jan Philipp Albrecht und dem grünen Regionsverband in Hannover zwei Busse organisiert, die sich am frühen Samstag Morgen (12.12.) von Hannover auf den Weg in die dänische Hauptstadt machen. Innerhalb weniger Tage waren die rund 100 Busfahrkarten ausverkauft. Die hannoverschen KlimaaktivistInnen werden gemeinsam mit ca. 30.000 Menschen aus aller Welt in Kopenhagen den Druck auf die Verhandelnden erhöhen und ihre Forderungen nach einem gerechten Klimaabkommen im Rahmen der internationalen Großdemonstration auf die Straße tragen.
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