Grüner Bundestagsabgeordneter Kindler empfängt Besuchergruppe aus der Region

Auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Sven-Christian Kindler erkundete eine rund fünfzigköpfige Besuchergruppe vom 25. – 27 Oktober 2010 die Bundeshauptstadt. Die TeilnehmerInnen der Fahrt kommen aus den Landkreisen Harburg, Rotenburg (Wümme), Stade und Soltau-Fallingbostel, deren Belange und Interessen Kindler als grüner Abgeordneter in Berlin vertritt.

In der bunt durchmischten Gruppe waren auch zahlreiche Akteure der Zivilgesellschaft aus den Landkreisen vertreten. Umweltbewegte aus den Reihen von BUND und Nabu, RadlerInnen des ADFC und Engagierte aus den Umfeld der Eine-Weltläden.

Den Interessierten wurde ein spannendes und abwechslungsreiches Programm geboten. Die Ausstellung „Topographie des Terrors” gab in beeindruckender und beklemmender Weise einen Einblick in den brutalen Unterdrückungs- und Überwachungsapparat der Nazis. Daneben standen die Besichtigung des Bundestags und eine politische Stadtführung auf der Agenda.

In der Diskussion der TeilnehmerInnen der Fahrt mit Sven-Christian Kindler wurden zahlreiche regionale und bundesweite Themen diskutiert. Das umstrittene Verkehrsprojekt Y-Trasse war genauso, wie das Verhältnis zwischen Lobbyismus und Politik - am Beispiel der schwarz-gelben Bundesregierung - Thema der Debatte. Besonderes Interesse stieß bei der Diskussion die generelle Abschiebepolitik und -praxis des Landes Niedersachsen und speziell der Fall der Familie Misho aus Buxtehude. Angehörige der Familie waren bei dieser Berlinfahrt dabei und trugen ihre Problematik dem Abgeordneten Kindler vor.

Die Familie Misho lebt seit rund 10 Jahren im Landkreis Stade. Als Angehörige der kurdischen Minderheit ist die Familie aus Syrien aus Angst vor Verfolgung und Folter nach Deutschland geflüchtet. Seit Mai 2010 verweigert der Landkreis Stade nun die Aufenthaltserlaubnis für die Familie. Die Abschiebung droht. Im Juni 2010 organisierte das Schulzentrum Nord eine Demonstration für die zweitjüngste Tochter, Viyan Misho, unter dem Motto "Wir verabschieden uns nicht" in Buxtehude.

Dazu sagt der Sven-Christian Kindler: "Die Heimat der Familie ist hier. Das Abschieben von Kindern in Ländern zu denen sie keinerlei Beziehungen haben, kann ich nicht akzeptieren. Ich werde mich an den Innenminister Schünemann und dem Landrat Roesberg in der Sache wenden".

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