Artikel erschienen im Buxtehuder Tageblatt, am 27.8.2011
BUXTEHUDE. Die Buxtehuder Grünen haben sich mit ihren Parteifreunden aus dem Landkreis Harburg und der Bürgerinitiative Este getroffen, um das Thema Hochwasserschutz an der Este Landkreis übergreifend zu diskutieren - und Lösungen zu entwickeln.
Unterstützt werden sie von dem Bundestagsabgeordneten Sven-Christian Kindler (Grüne). "Wir waren uns einig, dass die in Buxtehude geplanten Deiche und Spundwände als isolierte Maßnahme, die nur einen Teilbereich des Flusses abdeckt, abgelehnt werden", sagte der Buxtehuder Ratsherr Michael Lemke. Ruth Alpers (Fraktionsvorsitzende im Harburger Kreistag) stellt klar: "Der Hochwasserschutz der Este ist nicht nur die Angelegenheit der Buxtehuder. Die Probleme sind durch Maßnahmen - wie Begradigungen - am gesamten Fluss entstanden und deshalb müssen sie dort auch gelöst werden. So können wir auch Moisburg schützen."
Gefordert wird ein ganzheitliches Wassermanagement von der Quelle bis zu Mündung. Es muss Gemeinde und Landkreis übergreifend gedacht und gehandelt werden, beispielsweise durch Gründung einer Fluss- Kommission, wie es sie bereits für alle großen Flüsse in Europa gibt. Sven Christian Kindler (Mitglied des Haushaltsauschusses des Bundestags) hat zugesagt, Finanzierungsmöglichkeiten in Bonn, Hannover, oder
Brüssel zu prüfen. Die Grünen, so Lemke, haben somit einen Weg eingeschlagen, den bisher weder andere Parteien noch Verwaltung in Betracht gezogen haben. Michael Lemke (Stadtrat in Buxtehude): "Eine Vernetzung über die Gemeinde und Kreisgrenzen muss eine Selbstverständlichkeit sein."
Mit der Renaturierung würde der Zustand vor 1922 wiederhergestellt, Flussauen könnten mit als natürliche Rückhaltebecken für den Hochwasserschutz dienen.