Sven-Christian Kindler zu Besuch im Christkinddorf. Wahlkampftour im Landkreis Stade

Frühkindliche Bildung, der Widerstand gegen den Küstenautowahn A 20 und die Förderung der Erneuerbaren Energien vor Ort waren die Themen der Wahlkampftour des grünen Bundestagsabgeordneten Sven-Christian Kindler gemeinsam mit Ursula Männich-Polenz, Ratsfrau von Bündnis 90/Die Grünen in der Gemeinde Himmelpforten und Spitzenkandidatin im Nordkreis für den Kreistag, durch die Samtgemeinde Himmelpforten.

Kinder an die Natur heranführen

Zum Auftakt der Tour am 23. August stattete der junge Bundestagsabgeordnete dem Kindergarten der Gemeinde einen Besuch ab. Durch naturwissenschaftliche Projekte und kleine Experimente versucht der Kindergarten die Kleinen an die Phänomene in Natur und Umwelt spielerisch heranzuführen. Allerdings kommt auch der Aspekt der Ressourcen- und Energiesparsamkeit bei der täglichen Arbeit des Kindergartens nicht zu kurz. Mit „No-Energy-Days“ soll den Kindern verständlich gemacht werden, dass es nicht überall auf der Welt normal ist, dass der Strom aus der Steckdose kommt. Ebenfalls beteiligt sich der Kindergarten an Partnerschaftsprojekten zur Solarstromförderung in Afrika. Kindler äußerte sich anerkennend über die pädagogische Arbeit: „Bereits im Kindergarten werden die Kleinen dafür sensibilisiert, dass als künftige EinwohnerInnen des reichen Europas praktische Solidarität mit den Menschen im globalen Süden dringend angebracht ist.“ 


„Bei allem, was gegen die Umwelt geht, ist Ferlemann vorn dabei“

Der Ortsteil Breitenwisch der Gemeinde Himmelpforten ist von der aktuell geplanten Trassenführung der Autobahn A 20 massiv betroffen. Im Rahmen einer Begehung besichtigte Kindler, der im Haushaltsausschuss für den Verkehrsetat zuständig ist, mit Renate Matthes vom Koordinierungskreis der Anti-A 20-Initiativen und Vertreterin im Schutz- und Klagefond gegen die A 20 sowie der grünen Kommunalpolitikerin Männich-Polenz den wunderschönen Landstrich in der Stader Geest, der durch die Autobahn zerschnitten werden soll. „Wir haben die Hoffnung, dass wir die A 20 über zwei Hebel verhindern können. Das ist zum einen die ungeklärte Finanzierung der Elbquerung bei Drochtersen.“, berichtet die Autobahngegnerin Matthes. Die Landesregierung bekundet immer wieder die Mittel für den Elbtunnel durch eine Kooperation mit der Privatwirtschaft aufbringen zu wollen. Doch daran gibt es erhebliche Zweifel, ob der Milliardenbetrag über „Spendensammlungen“ aufgebracht werden kann . Die Grüne Männich-Polenz ergänzt: „Außerdem werden die ungünstigen Bodenverhältnisse hier im Moorgebiet ein Kostentreiber sein.“

Sven-Christian Kindler nahm zudem den Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Enak Ferlemann aus dem benachbarten Landkreis Cuxhaven in die Kritik: „Herr Ferlemann weiß genau, dass angesichts der finanziellen Herausforderungen durch die Währungskrise und dem schwarz-gelben Steuersenkungsirrsinn kein Geld für neue große Straßenbauprojekte in den nächsten Jahren drin ist. Trotzdem reist er durch die Region und verspricht den Leuten das Blaue vom Himmel.“

Vielmehr noch kritisiert Kindler die generelle Schwerpunktsetzung der Bundesregierung auf eine unökologische Mobilitätspolitik: „Egal um welches Straßenbauprojekt es geht: Bei allem, was gegen die Umwelt geht, ist Ferlemann vorn dabei. Leider lässt Kollege Ferlemann den gleichen Elan bei der Förderung des ÖPNV und der Stärkung des Güterverkehrs auf der Schiene vermissen“.

[img_assist|nid=1785|title=|desc=|link=none|align=center|width=350|height=262]

 

Mehr Sonnendächer braucht das Land

Vor gut drei Jahren machten sich Himmelpfortens Einwohnerinnen und Einwohner auf dem Weg, die Energiewende vor Ort anzustoßen. Das Ergebnis davon war die BürgerInnensolaranlage auf dem Dach der Porta-Coeli-Schule in Himmelpforten. Der Initiator der Anlage und stellvertretende Gemeindebürgermeister Burkhard Bönninghausen stieg gemeinsam mit dem Abgeordneten Kindler auf das Dach, um ihm die Anlage zu zeigen. „Ich wusste es schon immer: Die Menschen sind viel weiter als Politik, wenn es um die Gestaltung der Energieversorgung der Zukunft geht.“, so Kindler zum Abschluss seiner Tour.

[img_assist|nid=1787|title=|desc=|link=none|align=center|width=360|height=269]

Verbreite diesen Beitrag!
Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA übertragen und unter Umständen auch dort gespeichert. Näheres erfahren Sie hier.