In Rodewald (Landkreis Nienburg) droht direkt an der Grenze zum Heidekreis der Bau von zwei Geflügelmastanlagen für insgesamt 78.000 Masthähnchen. Um Möglichkeiten gegen den geplanten Bau dieser Mastanlagen zu diskutieren, laden die regionalen Grünen Bundestagabgeordneten Sven-Christian Kindler und Katja Keul für den 31. Januar zu einer Podiumsdiskussion in Steimbke ein, die unter dem Titel, „Was tun gegen Tierfabriken?“ stattfindet. Für Kindler und Keul ist klar: „Wir Grüne streiten auf allen Ebenen für eine Agrarwende, die auf Umwelt, Tierschutz und eine nachhaltige Entwicklung im ländlichen Raum setzt. Daher protestieren wir auch hier vor Ort gegen eine Agrarpolitik, die für Massenproduktion steht und auch massive gesundheitliche Beeinträchtigungen mit sich bringt.“
Der Protest gegen Tierfabriken dieser Art, die den Megaschlachthof in Wietze (Kreis Celle) beliefern sollen, regt sich bei zahlreichen Bürgerinitiativen, Umweltverbänden und zahlreichen Akteuren in weiten Teilen Niedersachsens. Einen Überblick darüber werden Eckehard Niemann, von der Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft (ABL) , der sich seit langem im Netzwerk "Bauernhöfe statt Agrarfabriken" für eine bäuerliche Landwirtschaft einsetzt, sowie Christian Meyer (agrarpolitischer Sprecher der niedersächsischen Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen) geben. Darüber hinaus wird Herwig zum Berge aus Sicht der Bürgerinitiative „Contra Tierfabriken Rodewald“ an der Diskussion teilnehmen.
Die Veranstaltung beginnt um 19:30 Uhr im Gasthaus Beermann, Wendenborsteler Str.33 in Steimbke. Weitere Infos dazu hier