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Absage der Podiumsdiskussion an der KGS Schneverdingen – Landesregierung unterbindet Engagement der Schüler

Böhme Zeitung 15.9.09

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Pressemitteilung, 14. September 2009

Zur Untersagung der Podiumsdiskussion an der KGS Schneverdingen mit den Bundestagskandidaten durch die CDU/FDP-Landesregierung erklären der SPD-Bundestagskandidat Lars Klingbeil und der Grünen-Bundestagskandidat Sven-Christian Kindler:

„Das Verbot der Podiumsdiskussion ist ein Schlag ins Gesicht der Schülerinnen und Schüler der KGS Schneverdingen, die diese Veranstaltung über Wochen vorbereitet und geplant haben. Land auf Land ab wird über die Politikverdrossenheit – gerade bei jungen Menschen – diskutiert. Nun ergreifen Schülerinnen und Schüler die Initiative und alle Kandidaten sagen zu, dann grätscht Ministerin Heister-Neumann dazwischen und untersagt die Veranstaltung. Erst vor kurzem hatte die Landesregierung den Erlass zu Politikerbesuchen geändert, damit Politiker vier Wochen vor der Wahl nicht mehr in Schulen können.

Wir haben ein anderes Demokratieverständnis. Mit der Teilnahme von allen fünf Kandidaten wäre eine Ausgewogenheit gegeben gewesen. Die Schüler hätten sich über die Positionen der Kandidaten informieren und ihre eigenen Ideen vortragen können. Für die Politik ist dieser Austausch wichtig. Gerade junge Menschen zu erreichen ist wichtig, um die Demokratie dauerhaft zu stärken. Durch die Untersagung der Podiumsdiskussion ist eine große Chance hierzu vertan worden. Wir werden nun nach anderen Möglichkeiten suchen, die Schülerinnen und Schüler der KGS Schneverdingen über unsere Idee zu informieren. Die CDU/FDP-Landesregierung muss sich allerdings schon fragen, ob ihr restriktives Vorgehen im Sinne einer lebendigen Demokratie ist. Wir glauben, dass dieses Verhalten eher zu Frust und Ablehnung gegenüber der Politik führt“

Offener Brief an die Niedersächsische Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann


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