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Der Müll muss zu den Verursachern – GRÜNE JUGEND bringt Atommüll zu Guido Westerwelle

Artikel geschrieben von Max Pichl, GRÜNE JUGEND Bundesvorstand, im GRÜNE JUGEND Blog http://blog.gruene-jugend.de/archives/2128

Atommüll für das Guidomobil

Schon von weitem sehen wir dutzende FDP Fahnen vor dem Kuppelsaal in Hannover wehen. Hier soll heute Abend Guido Westerwelle sprechen. Eine passende Gelegenheit für uns dem Möchtergen-Außenminister einer schwarz-gelben Regierung in Spe einen Kurzbesuch abzustatten.

Zusammen mit junggrünen Bundestagskandidat Sven-Christian Kindler wollen wir der FDP – ganz gemäß dem Verursacherprinzip – den Atommüll zurück bringen. Unser GRÜNE JUGEND Bus hält in der Nähe des Kuppelsaals auf dem Parkplatz, umgeben sind wir von funkelnden Luxuskarossen- ein FDPler weiß ja mit welchen Autos er sich schmücken muss. Die Guido-Anhänger verstehen aber hier schon keinen Spaß. Ein FDPler schreibt sich schon vorsichtshalber unser Autokennzeichen auf, obwohl wir noch gar nichts gemacht haben. Das ist er also, der liberale Rechtsstaat und Datenschutz der „Liberalen“. Präventiv wird schon für Sicherheit und Ordnung gesorgt.

Presse und PolizeiDas irritiert uns aber nicht, wir laufen mit Atomanzügen und unserem Atomfass direkt durch die Eingangstür rein, wo uns jedoch unfreundliche Securitys abfangen und wieder nach draußen bugsieren. Dort nimmt uns die Polizei und die Presse in Empfang. Unsere Aktion würde den FDPlern nicht gefallen, wir sollten doch bitte auf die gegenüberliegende Straßenseite vor das Guido Westerwelle Plakat gehen. Direkt vor Guidos breiter Lache positionieren wir uns jubeln den ankommenden FDPlern entgegen. Zwischenzeitlich sind einige von uns bereits in der Halle und fangen eine angeregte Debatte an dem FDP-Stand zu Studiengebühren an. „Bildung ist ein Bürgerrecht“ plakatiert die FDP im Bundestagswahlkampf.

Aber warum man für ein Bürgerrecht Geld bezahlen müsse, das kann uns keiner der FDPler glaubhaft erklären. „Sie sehen ja gerade, dass ich hier schwimme und ihnen keine Argumente mehr entgegensetze kann.“ Die beiden FDPler geben dann auch konsterniert zu, dass ihr Konzept wohl doch nicht sozial gerecht ausgestaltet sei. Draußen diskutierte Sven-Christian Kindler auch noch mit ein paar Julis, die den Klimawandel anzweifelten. „Ich halte das mit dem Klimawandel für übertrieben.“ Langfristig irgendwann seien sie allerdings auch für Erneuerbare Energien, nur nicht jetzt. Jetzt brauche man Laufzeitverlängerungen für AKW und neue Kohlekraftwerke. Sven-Christian Kindler hielt dagegen: „Das Problem ist, dass die FDP nichts von Wirtschaft versteht. Der Branchenverband der Erneuerbaren Energien sagt klar, dass sie rasant wachsen können und bis 2020 mindestens 47% erneuerbarer Strom erzeugt werden kann. Allerdings brauchen sie dafür Investitionssicherheit und die gibt es nur mit dem Atomausstieg und keinen neuen Kohlekraftwerken.“

Die Polizei verhindert das

Auf einmal bildet sich ein großes Spalier aus Jubel-Julis vor der Eingangstür: Guido scheint gleich vorbei zu kommen. Einen solch unreflektierten Personenkult gibt es wohl wirklich nur im spießbürgerlichen Lager. Wir holen das Atommüllfass nach vorne und jubeln Guido zu, der in einem fetten Reisebus vor dem Kuppelsaal anhält und sich schnell nach drinnen verzieht – er hatte uns schon aus seinem Bus heraus erblickt. Leider war die FDP nicht zum Dialog bereit und ihren Atommüll wollten sie auch nicht haben.

Ein FDPler sagte heute übrigens noch zu mir, dass nur die FDP die Partei der BürgerInnenrechte sei. Wer das noch glaubt, sollte mal in den Koalitionsvertrag in Sachsen schauen. Dort will Schwarz-Gelb Telefongespräche und das Internet überwachen. http://tinyurl.com/mldsqh Auch deshalb heißt es am 27. September: Grüne wählen und Schwarz-Gelb verhindern!

Weitere Bilder von der Aktion: http://www.flickr.com/photos/sven_kindler/

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