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Drei Abgeordnete im Bundestag. Grindel setzt sich an der Aller durch

28.09.09

Kreiszeitung Rethem (pfa) - Reinhard Grindel (CDU) setzt sich nicht nur im Landkreis, sondern auch in der Samtgemeinde Rethem gegen seinen Kontrahenten Lars Klingbeil (SPD) durch. Während Grindel im Kreis mit 40,21 Prozent bei der Erststimme vor Klingbeil mit 35,25 Prozent lag, fiel das Ergebnis in Rethem mit 38,80 zu 36,70 Prozent knapper aus.

Bei den Erststimmen holte sich der Christdemokrat in drei von fünf Stimmbezirken der Samtgemeinde die Mehrheit. In den Wahllokalen Rethem eins, Rethem zwei und Häuslingen lag der Rotenburger jeweils knapp vor Klingbeil. Auch beim Ergebnis der Briefwahl aus Rethem setzte sich der Bundestagsabgeordnete mit 40,59 Prozent zu 36,02 gegen den jüngeren Klingbeil durch. „Ich freue mich und bin sehr gelöst“, sagte Reinhard Grindel als erstes zu seinem Wahlsieg auf dem Weg von einer CDU-Party zur nächsten. „Es war ein langer Weg, bei dem sich ausgezahlt hat, dass die Wähler in Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise einen erfahrenen Abgeordneten möchten, der sich im Bundestag auskennt.“

Lediglich in Frankenfeld und Böhme schnitt der 31-jährige Sozialdemokrat Klingbeil besser ab. „Ich hätte gerne gewonnen, das ist klar. Bei den Abstürzen der SPD auf Bundesebene habe ich mich aber noch recht gut an die CDU rangehängt“, kommentierte Klingbeil, der über die Landesliste in den Bundestag einzieht, ein Ergebnis. „Ich habe mit meinem Team einen Wahlkampf gemacht, den ich für richtig halte. Wir haben uns als Partei geöffnet, viele junge Menschen haben mitgewirkt und wir gehen auf die Menschen zu. Ich denke, dieser Weg ist der richtige.“

Sven Kindler - Pressefoto 2Wie erwartet ist der 24-jährige Sven Christian Kindler (Die Grünen) in den Bundestag eingezogen. Mit 10,08 Prozent schaffte er knapp ein zweistelliges Ergebnis im Kreis. „Es ist ein toller Erfolg. Ich denke, wir haben es geschafft, unseren Wahlkampf mit Zukunftsthemen zu füllen und dadurch die Wähler zu mobilisieren.“ Der junge Grünenpolitiker Kindler schnitt mit 8,16 Prozent in der Samtgemeinde Rethem bei der Erststimme besser ab als Knuth Uhland (FDP) mit 7,05 und Heinz Kühsel (Die Linke) mit 7,13 Prozent.

Die Wahlbeteiligung in der Samtgemeinde lag bei 71,56 Prozent (2005: 77,2 Prozent). Von 3579 Wahlberechtigten gingen 2562 Personen zur Wahl. Das ist ein Minus von 5,64 Punkten.

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