Suchformular

Klimagerechtigkeit jetzt – Auf nach Kopenhagen!

Wir brauchen endlich ein weltweit verbindliches, gerechtes Klimaabkommen. Die Zeit dafür drängt. Es ist kurz vor zwölf. Daher gilt mehr denn je für die im Dezember anstehende UNFCCC-Konferenz in Kopenhagen: Wenn nicht jetzt, wann dann?

 

Globale Gerechtigkeit im 21. Jahrhundert

 

Der Klimawandel ist die Gerechtigkeitsfrage des 21. Jahrhunderts. Die Industriestaaten im Norden konnten in den letzten 200 Jahren durch die exzessive Nutzung fossiler Energieträger einen hohen materiellen Wohlstand erzielen. Gleichzeitig führte diese Art des Wirtschaftens zu einem Raubbau an der Natur, der Zerstörung der Atmosphäre und einer extrem ungleichen Verteilung des weltweiten Reichtums. Der Klimawandel verschärft dramatisch die globale Spaltung zwischen Arm und Reich. Besonders ungerecht: Die Menschen, die am wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben, leider am stärksten unter den dramatischen Folgen.

Inseln und Küstengebiete werden überflutet, Wüsten breiten sich aus, Trinkwasser und Ackerböden werden noch knapper. Schon heute fliehen über 20 Millionen Menschen aus Umwelt- und Klimagründen. Weltweit ist das der Fluchtgrund Nummer eins. Sollte sich der Klimawandel weiter verschärfen, werden immer mehr Menschen fliehen müssen, bestehende Konflikte werden sich radikalisieren und Kriege um knappe Ressourcen werden zunehmen.

 

Die Industriestaaten tragen die Verantwortung

 

Die Vereinbarung von Kioto war nur ein erster, viel zu zaghafter Schritt. Um aber das Ziel zu erreichen die Erderwärmung auf höchstens 2 Grad gegenüber dem vorindustriellen Stand zu begrenzen und somit einen nicht mehr kontrollierbaren Klimawandel zu verhindern, muss die internationale Staatengemeinschaft sich bei der COP 15 in Kopenhagen endlich zu konsequenten Schritten verpflichten. Das heißt:

 

-

Bis 2050 brauchen wir eine Reduzierung von 80 Prozent der weltweiten Klimagase im Vergleich zu 1990. Für die reichen Industrieländer („Annex-I-Staaten“) bedeutet das eine Verringerung um mindestens 90 Prozent.

-

Deutschland und die gesamte Europäische Union müssen dabei entschlossen vorangehen und die Treibhausgasemissionen hier bis 2020 um mindestens 40 Prozent im Vergleich zu 1990 senken.

-

Die reichen Industriestaaten müssen die Reduktionsverpflichtungen durch die Umstellung auf ein Erneuerbares Energiesystem, nachhaltige Produktion, Verkehr und Landwirtschaft erreichen. Es darf kein Freikaufen durch die Anrechung von Emissions- und Waldzertifikaten aus Entwicklungsländern geben.

-

Die Industriestaaten sind in der historischen Verantwortung den Entwicklungsländern

finanziell bei der Reduktion von Treibhausemissionen, der Anpassung an den Klimawandel und beim Technologietransfer deutlich zu unterstützen.

 

Auf die Straße!

 

Diese Forderungen wollen wir als GRÜNE nicht nur in die Parlamente, sondern vor allem auch auf die Straße tragen. Gemeinsam mit KlimaschutzaktivistInnen aus aller Welt mobilisieren wir daher für die internationale Großdemonstration am 12. Dezember in Kopenhagen. Lasst uns dort unüberhörbar deutlich machen, dass die Zeit der bloßen Absichtserklärungen nun vorbei sein muss und wir stattdessen ein echtes Klimaschutzabkommen brauchen.

Auch aus Hannover – der schönsten Stadt der Welt – machen wir uns im Dezember auf den Weg in die dänische Metropole. Ein grüner Demo-Bus startet am 12. Dezember ganz früh morgens um 3 Uhr vom ZOB Hannover. Weitere Infos findet ihr unter:

 

http://www.sven-kindler.de/2009/10/demonstration-zum-un-klimagipfel-in-kopenhagen/

 

Kommt mit auf die Straße – Auf nach Kopenhagen!

 

Artikel erschienen in den Grünen Seiten: <http://www2.gruene-hannover.de/uploads/0911_gsweb.pdf> am 13.11.2009

Verbreite diesen Beitrag!
Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA übertragen und unter Umständen auch dort gespeichert. Näheres erfahren Sie hier.