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Europas größter Naziaufmarsch in Dresden! Antifaschistisches Bündnis aus Hannover mobilisiert 250 Menschen zur Massenblockade

Anlässlich des jährlich stattfindenden Naziaufmarsches in Dresden informierte gestern ein Bündnis aus Avanti-Projekt undogmatische Linke, Antifaschistische Aktion Hannover (AAH), Bündnis 90/Die Grünen, Grüne Jugend, Die Linke, Linksjugend ['Solid], ver.di-Jugend und DGB-Jugend im Pavillon Hannover über die Hintergründe und mobilisierte die knapp 100 interessierten Gäste dazu, mit den eigens organisierten 5 Bussen aus Hannover nach Dresden zu fahren.

Eine Vertreterin von Avanti betont auf dem Podium: „Wir wollen an den Erfolg des letzten Jahres anknüpfen und wieder mit mehreren tausend Menschen den Naziaufmarsch durch Massenblockaden verhindern. Das bundesweite Bündnis „Dresden Nazifrei“ ist breit aufgestellt und bestens vorbereitet.“

Die Nazis nutzen den als Trauermarsch inszenierten Aufmarsch zum Jahrestag der alliierten Luftangriffe auf Dresden, um die Bombardierung Dresdens für ihre Zwecke zu instrumentalisieren und an bestehende Mythen und die Gedenkkultur anzuknüpfen.

„Wir werden nicht akzeptieren, dass die Nazis die Geschichte verdrehen und die eigentlichen Opfer des Nationalsozialismus verhöhnen. Wir fahren nach Dresden, weil wir jede Leugnung und Relativierung der deutschen Schuld an Vernichtungskrieg und Holocaust ablehnen,“ so ein Vertreter der Antifaschistischen Aktion Hannover.

Der jährlich stattfindende Naziaufmarsch ist nicht nur wegen seiner Größe von zuletzt 6.000 TeilnehmerInnen relevant, sondern auch wegen seiner Binnenwirkung in die verschiedenen, sonst oft zerstrittenen Spektren der Nazis. Die kürzlich fusionierte Partei „NPD – Die Volksunion“, Autonome Nationalisten, rechte Burschenschaften und Verbände versuchen sich hier gemeinsam als mächtige Bewegung darzustellen.

„Schaffen wir es auch in diesem Jahr wieder den Naziaufmarsch in Dresden zu blockieren, hat dies auch eine Signalwirkung für geplante Aufmärsche in den niedersächsischen Städten Braunschweig und Bad Nenndorf", erklärt Heidrun Dittrich, hannoversche Bundestagsabgeordnete für Die Linke. "Verpassen wir den Nazis einen erneuten Rückschlag, verstärkt das die bundesweite Mobilisierung der Gegenbewegung und zeigt, dass die Mittel des zivilen Ungehorsams erfolgreich genutzt werden können, um Naziaufmärsche friedlich zu verhindern.“

In diesem Zusammenhang kritisiert der Grüne Bundestagsabgeordnete Sven-Christian Kindler aus Hannover das "Extremismus-Bekämpfungsprogramm" der schwarz-gelben Bundesregierung. "Die gefährlichen pseudowissenschaftlichen Extremismusverwirrungen von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder kriminalisieren legitime antifaschistische Arbeit und verharmlosen Menschenfeindlichkeit in der sogenannten Mitte der Gesellschaft. Die Mobilisierung in Hannover und anderswo gegen den Naziaufmarsch in Dresden ist der beste Beweis, wie breit, bunt, kreativ und friedlich der antifaschistische Protest ist.“

David Matrai, Landesjugendsekretär bei ver.di, betont: "Für uns als junge GewerkschafterInnen gehört Antifaschismus zu unserem Selbstverständnis. In Betrieben und Verwaltungen treten wir für Wirtschaftsdemokratie in Form der Mitbestimmung ein und da haben faschistische, antisemitische und rassistische Ideologien nichts zu suchen.“

Am 19. Februar 2011: Nazifrei - Dresden stellt sich quer! Blockieren bis der Naziaufmarsch Geschichte ist

Busse nach Dresden und Verkaufstellen

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