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Calenberger Zeitung: Initiativen hoffen auf neue Gesetze

Artikel erschienen am 14.11.2012 in der Calenberger Zeitung

Thomas Lux, Landtagskandidat der Grünen, hat sich gestern bei einem Zwischenstopp seiner Wahlkreistour gegen einen weiteren Ausbau der Massentierhaltung ausgesprochen. Gemeinsam mit dem Grünen-Bundestagsabgeordneten Sven-Christian Kindler und Vertretern der Bürgerinitiativen gegen die im Bau befindliche Hähnchenmastanlage in der Munzeler Feldmark sowie eine weitere geplante Anlage zwischen Dedensen und Holtensen sprach er über mögliche Auswirkungen dieser Vorhaben. „Wir wollen eine bäuerlich-nachhaltige Landwirtschaft und die artgerechte Tierhaltung fördern“, betonte Lux. Die zwei Mastställe in der Munzeler Feldmark, in der vom Frühjahr an bis zu 84.400 Hähnchen gehalten werden sollen, stünden dagegen für eine industrielle Massenproduktion. Allerdings seien sie rechtskräftig genehmigt worden. „Doch wir werden uns dafür einsetzen, dass die Anlage überwacht wird.“

„Niedersachsen ist Schlusslicht bei der Förderung des Ökolandbaus“, kritisierte Kindler. Wegen der derzeitigen Politik gehe zudem das Höfesterben weiter. Deshalb sei es wichtig, bäuerliche Strukturen zu stärken. „Wir wollen Bauernhöfe statt Agrarfabriken.“ „Wir setzen darauf, dass die Politik einige Gesetze ändert“, betonte Karin Hettwer von der Bürgerinitiative Munzel (BIM). Sie bemängelte, dass derartige Großbetriebe nach wie vor staatlich subventioniert werden. Außer ihrer grundsätzlichen Kritik an der Massentierhaltung befürchten die Gegner der Anlagen starke Geruchsbelästigungen sowie Gefahren für die Umwelt durch Keime, Antibiotikarückstände und Desinfektionsmittel.

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