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Calenberger Zeitung: Jäger-Bloh: Stadt stellt Gewerbe gegen Windkraft

Artikel erschienen am 14.11.2012 in der Calenberger Zeitung

Windenergieanlagen nördlich von Holtensen haben Investor Alexander Jäger-Bloh und der Barsinghäuser Ratsherr der Grünen, Thomas Lux, gestern die ablehnende Haltung des Ersten Stadtrats Marc Lahmann zum Bau neuer Windräder am Standort kritisiert. Lahmann hatte unter anderem artenschutzrechtliche Bedenken in dem Gastvogelgebiet sowie mögliche rechtliche Auswirkungen auf die geplante Gewerbeansiedlung südlich der Autobahn 2 als Gründe gegen einen Ausbau angeführt.

„Die Stadt will Gewerbeflächen gegen die Windkraft stellen“, sagte Jäger-Bloh. „Wir brauchen hier eine sachliche Diskussion.“ Jäger-Bloh und sein Co-Investor Christian Stahl planen, zwei ihrer vier Windräder in dem Gebiet durch neuere Windkraftanlagen zu ersetzen. Die Anlagen könnten bis zu achtmal mehr Strom produzieren als die bisherigen Windräder, wären aber mit einem Rotordurchmesser von 101 Metern und einer Höhe von 186 Metern gemessen von der Rotorspitze an mehr als doppelt so groß. Die Folgen für das Vogelgebiet schätzte Jäger-Bloh als gering ein. „Der Vogelschutz steht in einem gewissen Spannungsfeld zur Windenergienutzung. Doch es ist nicht so groß, wie es bisweilen dargestellt wird.“ Seiner Ansicht nach werden die Tiere von dem geplanten Gewerbegebiet viel stärker beeinträchtigt.

Lux bemängelte, dass Lahmann für den Fall einer Baugenehmigung juristische Schritte in Erwägung zog. „Ich erwarte vom Ersten Stadtrat, dass er sich lösungsorientiert positioniert.“

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