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Leine-Zeitung: Mit Windkraft soll Strompreis bezahlbar bleiben

Artikel erschienen in der Leine-Zeitung, am 15.11.2012

Dedensen. „Hier liegt ein Schatz, den wir heben müssen“ – mit dieser vollmundigen Beschreibung hat Alexander Jäger-Bloh von der Stahl & Bloh GbR bei der Stippvisite von Thomas Lux, Direktkandidat der Grünen bei der Landtagswahl im Wahlkreis 34, für den Ausbau der Windenergie südlich von Dedensen geworben.

Die Firma betreibt in dem Windpark zwischen Holtensen und Groß Munzel vier der insgesamt 13 Windräder. Zwei davon sollen nun repowert – sprich erneuert und leistungsfähiger – werden. Davon verspricht sich der Experte eine weit größere Ausbeute an Energie, nämlich etwa fünfmal so viel. „Repowering ist auch auf Bundesebene ein wichtiges Thema“, pflichtete Bundestagsmitglied Sven-Christian Kindler bei, der seinen Parteikollegen am Dienstag bei dem Besuch begleitete. Kindler warf der Bundesregierung vor, bei der Umsetzung der Energiewende sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene versagt zu haben. Um Strompreise für den Verbraucher bezahlbar zu halten, bedürfe es der Windkraft auf dem Land.

Etwa drei Kilometer weiter westlich war an der Deponiestraße im benachbarten Groß Munzel der zweite Stopp der Wahlkreistour. Dort stand der geplante Bau der umstrittenen Hähnchenmastanlage im Fokus der Politiker – in deren Windrichtung Dedensen liegt. „Wir wollen eine bäuerliche und artgerechte Tierhaltung“, sprach sich Lux gegen den Bau dieser Anlage aus. Ebenso teilte er die Bedenken von Bürgern, dass die Region Hannover die strengen Auflagen beim Bau der Mastanlage nicht kontrollieren könne. „Die Region hat gar nicht das Personal, um den korrekten Bau zu überwachen“, urteilt Lux.

Anwohner befürchten zudem eine vermehrte Belastung des Grundwassers mit antibiotikaresistenten Keimen sowie eine vermehrte Keimbelastung der Luft, da für den Bau der Anlage kein Filter geplant sei.

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