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Wahlkreistour mit Thomas Lux - Grüner Landtagskandidat für Gehrden, Seelze und Barsinghausen

Sven Kindler und Thomas Lux fassen Zukunftsthemen an

Bei seinem Besuch in der Region informierte sich Sven-Christian Kindler, MdB für Bündnis 90/Die Grünen nicht nur über die Problemstellungen zum Thema Windkraft und Hühnermast. Sven Kindler erläuterte die Möglichkeiten, die sich aus der Windkraft als dezentraler Stromgewinnung ergeben, ebenso, wie die Vorteile der bäuerlichen Landwirtschaft und Nachteile der industriellen „Tierproduktion“. Die Ziele der Wahlen in Niedersachsen und in der Bundestagswahl liegen bei beiden Themen auf der Hand. Besonders die Fehlsteuerung, die durch Fördermaßnahmen für Mastbetriebe erfolgt, hat die bäuerliche Landwirtschaft gerade in einem Agrarland wie Niedersachsen in ihrer ohnehin unterproportionalen Bedeutung weiter sinken lassen: Da soll der Hebel angesetzt werden.

Beim ersten Ortstermin an einer der 13 vorhandenen Windkraftanlagen zwischen Seelze-Dedensen und Barsinghausen-Groß Munzel stellte der Entwickler und Betreiber, Herr Dr. Alexander Jäger-Bloh, sein Interesse an der Weiterentwicklung gerade in diesem Standort klar heraus: Es ist in der Region die windattraktivste Stelle. Sie reicht mit ihren Erträgen in höheren Lagen an die der Küstenregion an. Eine der zwei für das Repowering vorgesehenen Anlagen liegt am weitesten von allen berührenden Ortschaften entfernt. Die neue Anlage mit einer Höhe von 186 m könnte die 5fache Menge produzieren und damit den Wind effektiver nutzen. Die Region sieht kein Problem in dieser Erneuerung. Die Erfahrungen aus diesem Umbau sollen auch in die langfristige Überplanung des Windparks hinsichtlich der Abstände einfließen.

Die weitere, vorerst zu erhöhende Anlage liegt auf barsinghäuser Gebiet. Hier, wie auch bei einer anderen schon in diesem Gebiet vorhandenen Anlage, soll bei der Finanzierung Bürgerbeteiligung möglich sein. Schon nach dem ersten Zeitungsbericht haben sich einige Menschen gemeldet, die hier dabei sein möchten. Dr. jäger-Bloh betont, dass dieses nicht dazu dient, mögliche Bedenken auszuräumen. Die Tatsache, dass es sich um ein Ruhegebiet für Zugvögel handelt, ist mit den Behörden in die Überlegungen einbezogen worden.

Nicht uninteressant für Seelze ist auch der Aspekt, dass ca. 70% der Gewerbesteuer für die auf seelzer Gebiet stehenden Anlagen an Seelze fließt. Hier ist es anders als bei Unternehmen, die zwar ihren Standort in Seelze haben, aber nicht ihren Firmensitz. Hier zählt der Standort. Beim Ortstermin in Barsinghausen-Groß Munzel konnte ein Blick aus der Ferne auf die im Bau befindliche Anlage für 84.000 Hühner geworfen werden. Dieses konnte so anschaulich auf die Bestrebungen, im Gebiet von Seelze-Dedensen eine Anlage zu errichten, übersetzt werden. Dort gibt es bekanntlich inzwischen zwei Standortanfragen, denn der alten Anfrage ist vor kurzem eine zweite gefolgt. Betrachtet man die Standorte, so sind die Auswirkungen der Feinstaubbelastung und auf die Wasserversorgung nicht weg zu diskutieren. Geht man noch von anderen Luftverwirbelungen durch das Repowering von Windkraftanlagen aus, so sind die Folgen noch bedeutender für den Stadtteil Dedensen. Dazu ist auch zu bedenken, dass auch die Autobahn und die Bahnstrecke hier eine Belastung sind.

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