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Leine-Nachrichten: "Neues Denken in Landwirtschaft nötig"

Artikel erschienen in den Leine-Nachrichten, am 11.01.2013

Von Torsten Lippelt Pattensen. „Wir müssen Landwirtschaft neu denken!“ Unter diesem Motto hatten Bündnis 90/Die Grünen am Mittwochabend in den Calenberger Hof eingeladen.

Fast 30 Gäste vom Studenten- bis zum Rentenalter hörten sich dabei an, was die Laatzener Grünen-Direktkandidatin Regina Asendorf und der agrarpolitische Sprecher der Bündnisgrünen im Bundestag, Friedrich Ostendorff (Nordrhein-Westfalen), dazu an Ideen entwickelt hatten. Unter der Moderation des hannoverschen Bundestagsabgeordneten Sven-Christian Kindler wurde dabei verdeutlicht, welche herausragende Rolle Niedersachsen deutschland- und europaweit in der Landwirtschaft spielt. Ein allerdings „teuer erkaufter erster Platz“, so Ostendorff. Denn die Kehrseite vom Agrarland Nummer eins bestehe aus Agrarfabriken – wie die umstrittenen Putenmastanlagen – aus Gülleüberschüssen, Tierquälerei und Maismonokulturen. Dumpinglöhne in Schlachtbetrieben und zu viel Nitrat im Trinkwasser seien weitere Aspekte. „Statistisch gesehen werden zudem jährlich 800 Tonnen Antibiotika für die menschliche Gesundheit verbraucht, aber mehr als das Doppelte in der Tiermast eingesetzt“, monierte Ostendorff.

Landtagskandidatin Regina Asendorf fasste zum Schluss der rund zweistündigen Veranstaltung ihre drei dringlichsten Sofortmaßnahmen nach einer erfolgreichen Wahl zusammen: „Wir müssen ein anerkanntes Label für artgerechte Haltung einführen, den bereits 2011 vom CDU-Landwirtschaftsminister Gert Lindemann vorgestellten Tierschutzplan umsetzen und ein Güllekataster einführen.“

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