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RR: Skepsis bei Kindler

Grünen-Politiker besucht BI Frackloses Gasbohren


Waffensen. (r/sv). Der Grüne Bundestagsabgeordnete Sven-Christian Kindler war beim monatlichen Treffen der Bürgerinitiative Frackloses Gasbohren in Waffensen. „Ich bin vor allem hier, um aus Sicht der Bürgerinitiative zu erfahren, wie sie die Entwicklungen und Gefahren der Gasförderung im Landkreis sieht“, so Kindler.

Die Mitglieder der Bürgerinitiative wiesen deutlich darauf hin, dass die geförderten Gasmengen den Einsatz einer so risikoreichen Fördertechnik wie Fracking nicht rechtfertigen würden. Auch die Klimabilanz für Gas als Energieträger sei sehr negativ, sobald die Fracktechnik eingesetzt wird. Der Schutz des Grundwassers müsse unter allen Umständen vorrangig gewährleistet sein, bevor weitere Risiken bei der Gasförderung eingegangen werden. Dazu gehöre auch die Frage, wie mit dem belasteten Lagerstättenwasser umgegangen wird.

Kindler machte deutlich, dass die bisherigen Vorschläge der Koalitionsverhandlungen von SPD, CDU und CSU im Bund keine klare Linie versprechen. Zwar werde eine stärkere Beteiligung der Öffentlichkeit und auch der Ausschluss der Fracking-Methode in Wasserschutzgebieten in Aussicht gestellt. Ob und wie das gesetzestechnisch umgesetzt wird, bleibe allerdings abzuwarten. Außerdem werde die Energiewende hin zu erneuerbaren Energien von Union und SPD auf Bundesebene ausgebremst. Kindler: „Aus Gründen des Klimaschutzes und der langfristigen Bezahlbarkeit brauchen wir eine konsequente Umsetzung der Energiewende. Dazu gehört auch mehr Energie-Effizienz und Energie-Einsparung. Dadurch werden Risikotechnologien wie die Atomenergie überflüssig und Gasförderung mit Hilfe des Frackings genauso.“ Der Grünen-Politiker wies darauf hin, dass die Arbeit der Bürgerinitiativen und der Protest der Bürger weiterhin dringend nötig sind, um Veränderungen voranzutreiben. Dazu brauche es einen langen Atem, denn Änderungen im Bergrecht und bei den Genehmigungsbehörden müssten auf vielen verschiedenen Ebenen durchgesetzt werden, so Kindler. © Rotenburger Rundschau GmbH & Co. KG

Artikel erschienen in Rotenburger Rundschau am 30.11.2013

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