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„Unsere Moore müssen konsequent geschützt werden!“ Sven-Christian Kindler MdB besucht das Teufelsmoor und die Biologische Station Osterholz-Scharmbeck

 

 

Am Mittwoch, den 9.7.2014, hat Sven-Christian Kindler, der regional zuständige grüne Bundestagsabgeordnete für den Landkreis Osterholz und haushaltspolitischer Sprecher seiner Fraktion, im Rahmen seiner Sommertour die Biologische Station Osterholz-Scharmbeck (BioS) besucht.

Gemeinsam mit den Grünen vor Ort und den BiologInnen der BioS hat Kindler einen Rundgang durch das nahegelegene Teufelsmoor unternommen. Die BioS, gleichzeitig auch ein Regionales Umweltbildungszentrum, bietet hier interaktive Führungen für Schulklassen und Jugendgruppen an. Auf Wanderwegen durchs Moor können besondere Orte wie ehemalige Torfabbauplätze und die besonders große Biodiversität besichtigt werden.

Sven-Christian Kindler hat sich von den BiologInnen die ökologischen Besonderheiten des Moores zeigen lassen, so wie den Sonnentau, eine besonders stark gefährdete Gattung fleischfressender Pflanzen. Der grüne Bundestagsabgeordnete betonte die Wichtigkeit des Moorschutzes in Deutschland und vor allem in Niedersachsen, da sich 38% der Moorflächen Deutschlands hier befinden. Konsequenter Moorschutz sei nicht nur aktiver Umwelt- und Tierschutz, auch dienen Moore als natürlicher CO²-Speicher und tragen so zusätzlich zum Klimaschutz bei, so Kindler. Hierzu trägt auch das neue Raumordnungsprogramm für Niedersachsen der rot-grünen Landesregierung bei, dass dem bestehenden Torfabbau zwar Bestandsschutz zubilligt, aber neue Torfabbaugebiete ausschließt. #

Moorgebiete werden nun als Kohlenstoffspeicher und Schutzgebiete ausgewiesen So sorgt das Raumordnungsprogramm von Landwirtschaftsminister Christian Meyer für effektiven Moorschutz. Moore wie das Teufelsmoor bei Osterholz-Scharmbeck in der Wümme-Niederung sind außerdem ein wirksamer Hochwasserschutz und dienen im Ernstfall als Schwemmland. Sven-Christian Kindler, der auch Haushaltsberichterstatter im Bundestag für das für Natur- und Moorschutz zuständige Bundesumweltministerium ist, zeigte sich tief beeindruckt von der Arbeit der Biologischen Station Osterholz-Scharmbeck: „Seit knapp 30 Jahren arbeiten hier kompetente Expertinnen und Experten, ehrenamtlich wie hauptberuflich, für die Erhaltung unserer Natur. Dieses leidenschaftliche und fachlich herausragende Engagement hat meine ganze Hochachtung.“

In Bezug auf die Bundesregierung äußerte der Grünen-Politiker sich kritisch: „Wichtig ist, dass der Moorschutz endlich die Bedeutung auf Bundesebene bekommt, die er verdient. Die Landesregierung hat mit dem neuen Raumordnungsprogramm einen Paradigmenwechsel beim Moorschutz eingeleitet. Für eine weitere Verbesserung des Naturschutzes sollten auch die Naturschutzverbände und Biologischen Stationen im Land weiter gestärkt werden. Im Bund sieht es dagegen leider düster aus. Leider hat Umweltministerin Hendricks bisher null Interesse für den Naturschutz gezeigt. Der Großen Koalition sind die großen Konzerne mit ihren Profitinteressen bei Kohlekraft, Fracking und Torfabbau wichtiger als der Schutz unserer Lebensgrundlagen. Das ist nicht hinnehmbar, ich werde weiter für einen aktiven Schutz unserer Moore streiten.“

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