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PM: Keine Verpressung von Lagerstättenwasser in Soltau

Der grüne Bundestagsabgeordnete Sven-Christian Kindler lehnt die Verpressung von Lagerstättenwasser in der Bohrstelle in Soltau Z2 ab: "Eine Verpressung von giftigen Lagerstättenwasser würde große Gefahren für das in 1800 Meter Entfernung nahe gelegene Trinkwasserschutzgebiet Schüttenbusch der Stadtwerke Soltau und das Heilquellenschutzgebiet der Soltau-Therme bergen.

In der Versenkbohrstelle Sottrum Z1 hat das Fachbüro Dr. Schmidt festgestellt, dass die Fließgeschwindigkeit des Lagerstättenwasser bei 240 Metern pro Jahr liegt. Seit 1991 hat die Längenausdehnung bei Sottrum Z1 so mehr als 5 Kilometer betragen. Jeder kann sich also leicht ausrechnen, dass nach ein paar Jahren auch das Trinkwasserschutzgebiet und die Heilquelle mit giftigen Lagerstättenwasser verunreinigt wird. Neben den Risiken für die Gesundheit der Menschen in Soltau würde das auch negative Folgen für den Tourismus bringen, wenn die einzigartige Qualität der Soltauer Heilquelle dadurch verloren ginge. Die rot-grüne Landesregierung in Niedersachsen erarbeitet gerade einen Erlass, der die Verpressung von Lagerstättenwasser mit strengen Umweltauflagen deutlich verschärfen wird. Deswegen dürfen jetzt vom Landesbergamt nicht schnell Fakten geschaffen werden.

Die Verpressung von Lagerstättenwasser in Soltau Z2 lehne ich wegen der großen Gefahren ab. Dass der Landkreis und seine gewählten Vertreterinnen und Vertreter erst auf Nachfrage von dem Antrag von ExxonMobil auf eine Verpressung von Lagerstättenwasser erfahren haben, ist nicht akzeptabel. Diese Desinformationspolitik muss schnell durch eine Änderung des entsprechenden Bundesberggesetzes beendet werden. Die CDU ist seit vielen Jahren in der Bundesregierung. Dementsprechend finde ich die Kritik des CDU-Bundestagsabgeordneten Reinhard Grindel an der Landesregierung scheinheilig und durchsichtig. Jahrelang hat die CDU in Niedersachsen und im Bund bei den Risiken der Erdgasförderung weggeschaut und die Interessen der Industrie bedient."

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