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RR: Kindler in Sorge - Politiker besucht Hemslinger Bürger

 

 

Rotenburger Rundschau

Der grüne Bundestagsabgeordnete Sven-Christian Kindler besuchte jetzt die Bürgerinitiative für Gesundheit (BIG) in Hemslingen, die mit ihrer Unterschriftenaktion die epidemiologische Untersuchung zu Krebserkrankungen im Gebiet der Samtgemeinde Bothel auf den Weg gebracht hat und sich auch weiterhin aktiv an der Ursachenforschung beteiligt.

Die Besorgnis ist groß, denn für die Bürgerinitiative drängt die Zeit. „Wir möchten so schnell wie möglich wissen, was die Ursache ist“, so Silke Döbel von der BIG. „Uns geht es nicht darum, irgendjemandem dafür die Schuld zuzuschieben.“ Enttäuscht äußerten sich die Anwesenden, dass es bisher nicht die Möglichkeit gibt, bis die Ursachen geklärt sind, bei der Gasförderung deutlich vorsichtiger vorzugehen, sprich das Abfackeln einzustellen.

Denn in ihrer Umgebung gibt es weitere Krebsfälle, die in die Untersuchung, die den Zeitraum bis 2012 erfasst, noch gar nicht eingegangen sind. Kindler teilt die Besorgnis und die Unruhe: „Für die Menschen vor Ort ist das schrecklich und ich verstehe sehr gut, dass sie schnell wissen wollen, was die Ursachen sind.“ Die Landesregierung hat bereits mitgeteilt, dass das Landesbergamt umfassende Untersuchungen an den Gasbohrstellen durchführen wird. Außerdem wird das Landessozialministerium die gesundheitlichen Untersuchungen ausweiten. „Da wir nicht genau wissen, welche Ursache, dieser Häufung von Krebsfällen zu Grunde liegt, sollten diese Untersuchungen so schnell wie möglich und zuerst im Gebiet der Samtgemeinde Bothel stattfinden“, so Kindler.

Zur Situation auf Bundesebene bei der Gasförderung konnte der Bundestagsabgeordnete berichten, dass der geplante Gesetzentwurf der Bundesregierung zu Änderungen im Berg- und Wasserhaushaltsrecht zurzeit auf Eis liegt. „Bisher hat die Große Koalition nur ein Frackingermöglichungsgesetz angekündigt und will die Gefahren der Gasförderung nicht angemessen anpacken.

Wir Grüne treten im Bundestag für ein Verbot von Fracking bei der Gas- und Ölförderung ein und wollen das Verpressen von Lagerstättenwasser untersagen“, so Kindler.

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