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NP: "Die Schwerpunkte sind richtig". Interview zu den Griechenland-Hilfen

Artikel erschienen in der Neuen Presse

 

Von Marina Kormbaki

Werden Sie der Verlängerung der Griechen-Hilfe zustimmen?

Ja. Wir Grüne werden dafür stimmen, denn die Reformvorschläge sind eine gute Grundlage für wirtschaftlich sinnvolle und sozial gerechte Reformen.

Die Liste ist vage. Was stimmt Sie zuversichtlich?

Es war ja nicht zu erwarten, dass die griechische Regierung nach erst vier Wochen im Amt ein großes Reformpaket vorlegt. Aber sie hat die richtigen Schwerpunkte gesetzt, indem sie die Steuerverwaltung modernisieren und die Korruption bekämpfen will.

Die Unionsfraktion hat Bedenken. Haben Sie da Verständnis?

Die CDU/CSU betreibt antieuropäischen Populismus. Die griechische Regierung hat großes Entgegenkommen gezeigt. Sie jetzt abblitzen zu lassen wäre ökonomisch dumm. Die Union will den rechten Stammtisch bedienen.

Das Programm endet im Juni. Und dann?

Ich sehe nicht, dass Griechenland sich dann schon selbst finanzieren kann. Und weil ein Euro-Austritt des Landes im Sommer wirtschaftlich und politisch genauso verheerende Konsequenzen hätte wie heute, werden wir über ein weiteres Anschlussprogramm reden müssen.

25.02.2015 / NP Seite 2 Ressort: MEIN

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