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SWR Tagesgespräch mit Sven-Christian Kindler zur Griechenland-Krise: "Wir müssen aus der kurzfristigen Überweisungshysterie rauskommen"

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Der Haushaltsexperte der bündnisgrünen Bundestagsfraktion, Sven-Christian Kindler, hat Griechenlands Gläubigern vorgeworfen, bei den Forderungen an Athen das Sparen überzubewerten. Im Südwestrundfunk (SWR) sagte Kindler, obwohl die griechische Regierung schon Abstriche bei den Ausgaben akzeptiert habe, hielten die Institutionen EZB, IWF und Euro-Gruppe zu einseitig an diesem Kurs fest und setzten zu wenig auf Strukturreformen. Die „Kaputtsparmaßnahmen“ der letzten Jahre hätten dazu geführt, dass Griechenlands Bruttoinlandsprodukt um 25 Prozent eingebrochen sei. Wer unter diesen Umständen eine „pauschale Rentenkürzung“ verlange, riskiere, dass die „Wirtschaft weiter abgewürgt“ werde. Kindler plädierte grundsätzlich dafür, Griechenlands Schulden bei IWF und EZB auf den Rettungsschirm ESM zu übertragen. Eine Umschuldung dieser Art könne aus der „kurzfristigen Überweisungshysterie“ herausführen, sagte der Haushaltsexperte der Grünen. Athen habe dann auch mehr Ruhe, „ein gerechtes Reformprogramm auf den Weg zu bringen“.

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