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PM: Tolles Engagement der Johanniter – Hilfe statt Asylrechtsverschärfungen. Aufschlussreicher Besuch im Camp Oerbke für den grünen Bundestagsabgeordneten Sven-Christian Kindler

Sven-Christian Kindler, zuständiger grüner Bundestagsabgeordneter für den Heidekreis, besuchte das von den Johannitern organisierte Camp Oerbke in Bad Fallingbostel. Begleitet wurde er von seinen Parteikollegen Holger Stolz, Kreistagsabgeordneter und stellvertretender Landrat, Egon Hilbich, Stadtrat in Bad Fallingbostel und dem Sprecher der Grünen im Heidekreis Dr. Hans-Peter Ludewig.

Im Camp Oerbke wurden sie vom Regionalvorstand der Johanniter-Niedersachen-Mitte, Herrn Beyes und der Einrichtungsleitung, Frau May, sowie Frau Heilmann als Ansprechpartnerin für die Einrichtung begrüßt. Weiterhin halfen auch andere Mitarbeiter der Einrichtung alle Fragen der Besucher zu beantworten.

Für Kindler ging es darum einen Eindruck zu gewinnen, wie die Arbeit vor Ort organisiert wird, wo Schwierigkeiten gesehen werden und welche Aufgaben zu bewältigen sind. Beindruckt waren alle Beteiligten über die gute Atmosphäre und die wirklich gute Arbeit der Johanniter und der freiwilligen Helfer, wohlwissend dass der Einstieg in die Unterbringung der Flüchtlinge  im Camp Oerbke vor drei Wochen sehr viel Improvisationstalent und Engagement von allen Beteiligten erfordert hatte. Kindler besichtigte die Aufnahme- und Registrierungsstelle, die Einrichtung für die ärztliche Betreuung und auch die Kleiderkammer. Wie Herr Beyes berichtete ist für die Johanniter die Phase des Noteinsatzes beendet und die Einrichtung wird jetzt von Hauptamtlichen geleitet, so dass es für die ehrenamtlich tätige Einsatzleitung Entlastung gibt. Trotzdem werden natürlich auch jetzt noch viele Ehrenamtliche benötigt. Viele Flüchtlinge helfen selbst schon dabei, das Leben im Camp zu organisieren.

Für Holger Stolz und Egon Hilbich war auch vor dem Hintergrund der jetzt neu gekommenen Flüchtlinge im benachbarten Camp Fallingbostel wichtig, dass die Kommune und der Landkreis, bei der Bewältigung der Herausforderung so viele Flüchtlinge auf längere Sicht zu beherbergen, mit einbezogen werden müssen und auch Unterstützung brauchen. „Die zurzeit stattfindenden „kleinen“ Deutschkurse sind sehr begehrt bei den Flüchtlingen, aber für so viele Menschen können das ehrenamtlich Tätige allein nicht bewältigen“, meinte Egon Hilbich dazu.

Allen Beteiligten war bewusst, dass ein Großteil der Arbeit, jetzt erst beginnt. So ist bisher noch keiner der Flüchtlinge durch die Landesaufnahmebehörde in Braunschweig registriert, was aber zwingend notwendig ist, damit das Asylverfahren überhaupt beginnen kann. Deshalb ist geplant sehr zeitnah eine Außenstelle der Landesaufnahmebehörde in Oerbke einzurichten. So zeigte der Besuch in Oerbke für Sven-Christian Kindler eins ganz deutlich: „Eine Verschärfung des Asylrechts ist nicht nur aus menschenrechtlichen Gründen abzulehnen, sondern sie  hilft bei den vorhandenen Problemen auch überhaupt nicht weiter. Im Gegenteil werden bestehende Probleme durch die Maßnahmen der Ministerpräsidentenkonferenz verschärft, wie bei der langen Verweildauer in Aufnahmeeinrichtungen mit gleichzeitigem Arbeitsverbot.  Sinnvoll wäre es die Behörden zu entlasten, indem man die Verfahren für schon lange hier lebende Asylbewerber verkürzt bzw. Anträge die seit über einem Jahr nicht bearbeitet wurden pauschal genehmigt, so dass Kapazitäten frei werden. Außerdem müssen die Kommunen beim sozialen Wohnungsbau mit jährlich zwei Milliarden Euro vom Bund unterstützt werden und die unsinnige Vorrangprüfung für Asylbewerber auf dem Arbeitsmarkt endlich fallen. Das wären Maßnahmen, welche die Kommunen und die Helfer vor Ort wirklich unterstützen würden.“

 

 

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