Suchformular

WZ: Enorme Erleichterung für Stadtkasse

 

Bürgermeisterin Helma Spöring: Bundesförderung in Millionenhöhe für Walsroder Stadthalle „für uns ein Segen“

VON DIRK MEYLAND

WALSRODE. Gestern um kurz nach 14 Uhr fiel die Entscheidung: Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat beschlossen, dass insgesamt 3,582 Millionen Euro zur Sanierung der Stadthalle für die Stadt Walsrode bereitgestellt werden. Das Geld stammt aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen im Bereich Sport, Jugend und Kultur“. Insgesamt standen in dem Förder­topf 100 Millionen Euro zur Verfügung, von denen 48 Projekte in der gesamten Bundesrepublik unterstützt werden. Die Summe für die Stadthalle ist die sechst höchste, die aus dem Programm zur Verfügung gestellt wird.

Die Walsroder Bürgermeisterin Helma Spöring, sonst nicht für emotionale Ausbrüche bekannt, reagierte auf diese Nachricht begeistert: „Das ist ein Segen für uns, ich bin so happy.“ Spöring stellte klar, dass die Stadt bei dieser Bundesentscheidung keinen Einfluss gehabt habe und dankte explizit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Lars Klingbeil: „Wir haben in den vergangenen Wochen und Monaten super zusammengearbeitet.“ Noch vor einem Jahr war die Stadt beim Förderprogramm leer ausgegangen, Anfang 2017 habe es erste „Signale“ sowie wieder „leise Hoffnung“ gegeben – und jetzt die feste Zusage. „Gott sei Dank haben wir noch nicht mit der Sanierung begonnen“, sagte Spöring. In dem Fall wäre die Zusage nämlich hinfällig gewesen.

Die Förderzusage basiert auf einer Kalkulation von 2015, in der Kosten von 3,9 Millionen Euro für die Stadthallen-Sanierung aufgerufen worden waren. Zwischenzeitlich hat der Stadtrat einen Umbau für 3,4 Millionen Euro genehmigt. Aber, so Spöring, am Konzept von damals sei weitgehend festgehalten worden.

Nun gebe es möglicherweise die Option, noch etwas mehr umzusetzen als geplant. Am Zeitplan, der schon in Kürze einen Baubeginn vorsieht, werde nicht mehr gerüttelt. Die Fördermittel entlasten den angespannten kommunalen Haushalt enorm. Statt der kompletten Finanzierung auf eigene Kosten muss die Stadt nun nur noch zehn Prozent kofinanzieren (358.000 Euro) – und das gestaffelt auf mehrere Jahre; die Zeit, in der die Sanierung erfolgt. Die Folge: „Wir haben kein Defizit mehr im Haushalt“, so Spöring. Für sie ist die Ent­scheidung im Haushaltsausschuss auch der Beweis dafür, dass die Stadt „als finanzschwache Kommune anerkannt“ worden sei.

Lars Klingbeil zeigte sich in einer ersten Reaktion erleichtert: „Das waren intensive Verhandlungen in den letzten Monaten. Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, das Projekt ins Bundesprogramm aufzunehmen.“ Die Stadt-halle mit ihrem breitgefächerten kulturellen Programm sei ein überregionaler Anziehungspunkt, dessen Zukunft nun langfristig gesichert sei. Auch die CDU-Bundestagsabgeordnete Kathrin Rösel freute sich: „In der ersten Vergaberunde 2016 war Walsrode noch nicht dabei. Jetzt zeigt sich, dass es sich lohnt, am Ball zu bleiben.“ Kommentar des Grünen-Bundestagsabgeordneten Sven-Christian Kindler: „Ein echter Gewinn und eine sehr gute Nachricht für Walsrode und den Heidekreis.“

Quelle: Walsroder Zeitung 

Verbreite diesen Beitrag!
Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA übertragen und unter Umständen auch dort gespeichert. Näheres erfahren Sie hier.