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Logistik Watchblog: Toll Collect: Staat offenbar um Millionen bei der Lkw-Maut betrogen

Mit unlauteren Mitteln soll das Unternehmen Toll Collect den Staat um mehrere Millionen Euro gebracht haben. So lautet der Verdacht, den jetzt die Staatsanwaltschaft auf den Plan rief. Ein ehemaliger Mitarbeiter soll die Behörden über illegale Machenschaften bei der Lkw-Maut informiert haben. Mehrere Manager von Toll Collect werden verdächtigt, den Staat über Jahre hinweg im Rahmen der Lkw-Maut betrogen zu haben. Das Unternehmen verantwortet seit 12 Jahren das Einsammeln der Lkw-Maut auf deutschen Straßen, dabei soll es aber nicht immer mit offenen Karten gespielt und den Bund so um einen Millionenbetrag gebracht haben. Sollten sich die Verdächtigungen bewahrheiten, fordert die Politik harte Strafen.

Bund zahlte seit 2012 zu viel

2012 hat das Berliner Unternehmen Toll Collect die Ausweitung der Lkw-Maut betreut. Damals sollen die Verantwortlichen dem Bund allerdings einen zu hohen Kostenvoranschlag vorgelegt haben. Seit dieser Zeit soll Toll Collect mehr Geld vom Staat erhalten haben, als ihnen eigentlich zusteht. Wie es in einem Bericht von Heise heißt, soll es sich bei der Summe um drei Millionen Euro jährlich gehandelt haben. Eine Sprecherin des Unternehmens Toll Collect sicherte Unterstützung bei der Aufklärung des Falles zu. Erst durch den Hinweis eines ehemaligen Mitarbeiters kam der Verdacht jetzt an die Öffentlichkeit.

Mautsystem soll nicht mehr in privater Hand liegen

Toll Collect, ein Gemeinschaftsunternehmen von der deutschen Telekom und Daimler, sammelt seit 2005 die Lkw-Maut auf deutschen Straßen ein. Sollten bei den derzeit stattfindenden Durchsuchungen in der Berliner Unternehmenszentrale tatsächlich Beweise für einen Betrug gefunden werden, fordert der Linken-Verkehrspolitiker Herbert Behrens schnelle Konsequenzen: „Sollte sich dieser Verdacht bestätigen, muss der Bund Toll Collect sofort übernehmen und darf den Mautbetrieb nicht erneut an Private vergeben.“ Auch Verkehrsminister Alexander Dobrindt geriet ins Visier. Ihm wurde von Grünen-Politiker Sven-Christian Kindler vorgeworfen, gemeinsame Sachen mit Daimler und der Telekom gemacht zu haben.

Quelle: Logistik Watchblog.de

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