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DLF: Bundeshaushalt - Die schwarze Null ist nicht alles

Drei Jahre ohne Neuverschuldung: Darauf ist Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble stolz. Er habe die Schulden geschickt im Haushalt versteckt, sagen Kritiker, und mahnen Investitionsstau an. So wird Geld zum Beispiel für marode Kitas zwar bereitgestellt - kann aber häufig gar nicht fließen.
Von Theo Geers (26. Juli 2017)

Null - Null - Null. Drei Jahre hintereinander, 2014, 15 und 16. Und wahrscheinlich kommt 2017 eine vierte Null dazu. Vier Jahre ohne neue Schulden, vier Jahre schwarze Null. Das ist das Markenzeichen des Wolfgang Schäuble.
"Wir haben zwar auch günstige Umstände gehabt", räumt der Bundesfinanzminister dabei durchaus ein - ein niedriges Zinsniveau etwa, weil die Europäische Zentralbank immer noch die Märkte mit billigem Geld flutet; billiges Geld, das wiederum zu einem niedrigen Eurokurs führt; ein niedriger Eurokurs, der wiederum eine auch so schon robust laufende Konjunktur weiter befeuert; ein Konjunktur, die wiederum für immer neue Rekorde bei Beschäftigung und damit auch Steuereinnahmen sorgt.

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Für andere ist Schäubles schwarze Null dagegen eine Showveranstaltung. In Wahrheit würden die Schulden nur versteckt. Deutschland lebe von der Substanz anstatt eben diese durch ausreichend hohe Investitionen zu erhalten, kritisiert schon damals der Haushaltsexperte der Grünen, Sven-Christian Kindler.
"Man investiert viel zu wenig in die Zukunft, deswegen ist es leider kein Grund zum Jubeln, sondern ein Grund zur Kritik, weil die Schulden sehr trickreich versteckt werden im Haushalt."

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Quelle: Deutschlandfunk

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