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HK: Mehr Plätze für FÖJler

Grüne Politiker informieren sich bei NNA und Lebenshilfe - 19. Juli 2017

SOLTAU / SCHNEVERDINGEN. Der Grünen-Bundestagsabgeordneter Sven-Christian Kindler war im Landkreis Heidekreis unterwegs und hat die Lebenshilfe Soltau sowie die Alfred-Toepfer-Akademie für Naturschutz (NNA) besucht.

„Die Lebenshilfe e. V. ist eine wirkliche Basisinitiative“, erklärte Gerhard Suder, Geschäftsführer der Lebenshilfe Soltau, bei seinem Gespräch dem grünen Bundestagsabgeordneten Sven-Christian Kindler und Markus Neuefeind, grüner Direktkandidat im Nordkreis für die Landtagswahl und Mitglied des Schneverdinger Stadtrates. „Ursprünglich wurde die Lebenshilfe 1958 in Marburg als Verein der Eltern-Selbsthilfe gegründet. Das war zu einer Zeit, als Kindern mit einer geistigen Behinderung noch keine Schulmöglichkeiten angeboten wurden und Menschen mit Behinderungen die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben verwehrt wurde.“ Der Soltauer Verein wurde 1968 gegründet; das oberste Gremium ist die Mitgliederversammlung, seit 2007 wird ein hauptamtlicher Vorstand gewählt.

Die Grünen-Politiker informierten sich auch über die Lebenshilfe Soltau als Arbeitgeber und die Angebote der Unterstützung. „Der heutige Inklusionsgedanke ist ein wirklicher Paradigmenwechsel“, stellte Kindler fest, „und die Lebenshilfe ist dafür ein kompetenter Partner. Ich bin sehr dankbar für ihr wertvolles Engagement. Aber es bleibt noch viel zu tun, um eine Gesellschaft für Alle zu schaffen, in der jeder Mensch ohne Angst verschieden sein kann. Ich werde mich im Bundestag weiter für die vollständige Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und ein solidarisches Miteinander einsetzen.“

Auch über die Arbeit der Alfred-Toepfer-Akademie für Naturschutz (NNA) informierten sich Kindler und Neuefeind. Sie trafen sich gemeinsam mit Carsten Gevers, grüner Kreistagsabgeordneter und Fraktionsvorsitzender im Schneverdinger Stadtrat, auf Hof Möhr bei Schneverdingen mit dem neuen Leiter der Akademie, Dr. Eick von Ruschkowski.

Die Arbeit der Naturschutzakademie im Bereich der Umweltbildung, der Forschung und auch als Ansprechpartnerin und Betreuerin für die Organisation des Freiwilligen ökologischen Jahres (FÖJ) stand im Mittelpunkt des Gesprächs. So hat die
Landesregierung das Angebot an Plätzen für FÖJler von 280 auf 325 in diesem Jahr erhöht und die Jugendlichen fragen diese Plätze auch nach.

Im Bereich der Umweltbildung erfuhren die Politiker, dass diese „nötiger ist denn je“ und vor allem frühzeitige eigene Naturerfahrungen für junge Menschen ermöglicht werden sollten. Da viele Menschen in ihrem Alltag nur noch wenige Berührungspunkte mit der Pflanzen- und Tierwelt hätten, lasse sich eine zunehmende Entfremdung von der Natur feststellen. „Die Herausforderungen der Klimakrise, der Rückgang der Artenvielfalt, die durch wirtschaftliche und strukturelle Veränderungen verursacht sind, machen Protest und eine andere Politik nötig“, meinte dazu Kindler, „denn man kann sich die Welt nicht schön kaufen. Allein mit dem Kauf von ökologischen Produkten werden wir den nötigen Wandel nicht schaffen“

Als wichtigste Ziele und Wünsche an die Politik für den Naturschutz nannte Dr. von Ruschkowski den Stopp des Verlustes der Artenvielfalt, die Sicherung der bereits bestehenden Naturschutzflächen, mehr Möglichkeiten für Schulen und Bildungseinrichtungen, Natur zu erleben und kennenzulernen, mehr Geld für wissenschaftliche Grundlagenforschung im Naturschutz sowie eine Verbesserung der Stadt-Land-Beziehung.

Quelle: Heide Kurier (pdf)

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