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Neue Presse: "Hannovers Brücken sind Flickwerk"

1000 Eisenbahnüberführungen deutschlandweit gelten als irreparabel – auch hier

Von Vera König

1086 Eisenbahnbrücken deutschlandweit sind in so schlechtem Zustand, dass sich eine Sanierung nicht mehr rechnet. 13 davon stehen in der Region Hannover; viele sind älter als 80 Jahre. Durch eine Anfrage an die Bundesregierung hat die Grünen-Fraktion im Bundestag erfahren, wie marode das Bahnnetz ist. Sechs der 13 hannoverschen Brücken waren be­reits 2014 in der schlechtesten Zustandskategorie 4 eingestuft, sieben sind neu dazugekommen. Auch sie gelten als irreparabel. Grünen-Haushaltsexperte Sven Kindler greift deswegen Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) an: „Um den Verfall des Bahnnetzes aufzuhalten, müssten bei einer angenommenen Lebensdauer von 100 Jahren jedes Jahr 257 Brücken ersetzt werden.“ Seit dem Amtsantritt der Großen Koalition seien aber durchschnittlich nur 115 Brücken im Jahr erneuert worden. Kindler hat den Eindruck, dass Kosten auf die Kommune verlagert werden. Wie berichtet, hatte das Eisenbahnbundesamt eine neue lichte Höhe von 4,50 Meter für Brücken festgesetzt, damit Lastwagen darunter passieren kön­nen. Von den 75 Brücken im Stadtgebiet Hannovers sind 22 nur 2,70 bis 3,90 Meter hoch.

Quelle: Neue Presse vom 18. September 2017

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