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PM Kindler: Am 1. Mai auf die Straße gehen für Solidarität, Vielfalt und Gerechtigkeit!

Sven-Christian Kindler, MdB und Gewerkschafter aus Hannover, ruft alle Menschen dazu auf, am 1. Mai zum Arbeiter*innenkampftag auf die Straße zu gehen, um für die Arbeitsrechte zu kämpfen! Er unterstützt den Aufruf des DGB, der in diesem Jahr unter dem Motto Solidarität, Vielfalt und Gerechtigkeit gegen Krieg, Intoleranz, Rassismus und Nationalismus demonstriert. Die Demo beginnt am 1.5.2018 um 9 Uhr mit einer  Auftaktkundgebung auf dem Küchengarten in Hannover, kommt gegen 11 Uhr am Trammplatz an und endet mit einem Fest für Demokratie vor dem Rathaus. 

Sven-Christian Kindler: 

„Solidarität und Gerechtigkeit heißen für mich: Auf die Straße gehen und gegen die Ausbeutung bei Leiharbeit und Werkverträgen und für starke Arbeitsrechte kämpfen.

Arbeitsschutz für digitale Arbeitswelt aktiv politisch gestalten

Arbeiter*innenrechte fallen nicht einfach vom Himmel. Sie wurden hart erkämpft und müssen heute wieder mehr denn je verteidigt werden. Das gilt insbesondere für die digitale Arbeitswelt und der Industrie 4.0, die uns vor neue Herausforderungen stellt. Permanente Erreichbarkeit, Mehrarbeit und umfassende Leistungskontrolle durch digitalisierte Systeme - wir müssen den Arbeitsschutz an die digitale Arbeitswelt anpassen und auch hier die betrieblichen Mitbestimmungsrechte stärken. Wir GRÜNE wollen hier mit einem eigenständigen Beschäftigtendatenschutzgesetz vor umfassender Leistungskontrolle schützen. Nur so bieten Digitalisierung und Automatisierung auch die Chance der Reduzierung der Arbeitsbelastung, der Ermöglichung anderweitigen Engagements, zum Beispiel im Ehrenamt oder der Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Hierfür sind jedoch eine aktive politische Gestaltung der Umbruchprozesse und das Stellen der richtigen arbeitspolitischen Weichen nötig.

Entgeltgleichheitsgesetz und einen Tarifvertrag "Soziale Dienste"

Es gibt noch viel zu tun! Deutschland ist so ungleich wie vor 100 Jahren, was die Einkommen und das Vermögen angeht. Prekäre Beschäftigungen im Niedriglohnsektor oder in Form von Minijobs bestehen weiter, obwohl sie sich als berufliche Sackgasse und als Armutsrisiko erwiesen haben, insbesondere für viele Frauen. Neben guter und gerechter Arbeit muss es vor allem auch gerechte Bezahlungen für alle geben. Unfassbar - es ist 2018 und immer noch liegt der Unterschied der Gehälter von Frauen bei 21 Prozent! Es sind vor allem strukturelle Faktoren, die dazu beitragen, dass Frauen weniger verdienen als Männer. Kinder versorgen, sich um pflegebedürftige Angehörige kümmern, all das wird immer noch überwiegend von Frauen übernommen. Die Folge sind längere Auszeiten, weniger Aufstiegschancen und insbesondere bei Teilzeitbeschäftigung kein Rückkehrrecht auf eine volle Stelle.  Wir wollen ein effektives Entgeltgleichheitsgesetz, das auch für kleine Betriebe gilt. Soziale Berufe, in denen überwiegend Frauen arbeiten, werden nicht angemessen bezahlt. Sie verdienen viel mehr Wertschätzung und bessere Arbeitsbedingungen, insbesondere durch einen Tarifvertrag „Soziale Dienste“, der für alle gilt.

Wir wollen keine Steuersenkungen, die vor allem Gutverdienenden zugutekommen, sondern deutlich mehr Investitionen in die Zukunft. In Kitas und Krippen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf und in den sozialen Wohnungsbau, damit sich alle ihre Wohnung leisten können. Dieser soziale Umbau muss aber auch mit dem notwenigen ökologischen Umbau zusammen gedacht werden. Es gibt keine Gerechtigkeit ohne Klimaschutz und keinen Klimaschutz ohne Gerechtigkeit. 

Arbeiter*innenrechte für ganz Europa, für ein solidarisches gemeinsames Europa

Insgesamt gehört Deutschland bei den Lohnunterschieden zu den Schlusslichtern in Europa. Gleichzeitig wird die Gewerkschaftsbewegung, die es hier gibt, weltweit geschätzt. Das Motto des DGB, „Vielfalt, Gerechtigkeit, Solidarität“ müssen wir für ganz Europa denken. Vielfalt, Mitbestimmung und Demokratie hören nicht mit den Arbeiter*innenrechten hier in Deutschland auf, sie fangen mit einem gemeinsamen Europa, einem solidarischen Europa an. Diese Herausforderungen und großen Chancen für Europa müssen wir nutzen. Europa ist unsere Zukunft und die müssen wir jetzt gestalten und voranbringen. Dafür streiten wir am 1. Mai und an allen anderen Tagen in diesem Jahr!“ 

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