Suchformular

Antifaschismus

[Aus der Jungle World vom 4. Februar 2010]  Das Bundesfamilienministerium will »Pilot projekte gegen Linksextremismus und Islamismus« ins Leben rufen. VON GASTON KIRSCHE
[Aus der TAZ vom 28.01.]: Die Grünen werfen Familienministerin Köhler vor, sie wolle Initiativen gegen Rechtsextremismus vom Verfassungsschutz überprüfen lassen. Ihr Ministerium bestreitet das.
  Zu den Plänen von Familienministerin Köhler, ab 2011 standardmäßig alle Initiativen, die bei ihrem Engagement gegen Rechtsextremismus gefördert werden, vom Verfassungsschutz überprüfen zu lassen, erklärt Sven-Christian Kindler, Haushaltsberichterstatter für das Familienministerium:
Sven-Christian Kindler, grüner Bundestagsabgeordneter aus Hannover, kritisierte das Vorgehen des LKA und der Polizei gegen das Bündnis „Dresden Nazifrei“: „Friedliche Massenblockaden sind eine legitime Protestform. Das hat auch das Bundesverfassungsgericht bestätigt. Es ist verantwortungslos, dass das Engagement gegen den größten Naziaufmarsch Europas in dieser Weise behindert und kriminalisiert wird.
Sven-Christian Kindler (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren!
Projekte gegen linke Gewalt Berlin (afp). Das Familienministerium will zusätzlich zu den Programmen gegen Rechtsextremismus insgesamt zwei Millionen Euro zur Bekämpfung linksextremistischer und islamistischer Gewalt einsetzen. Die genaue Verwendung des aus nicht genutzten Mitteln des Haushalts 2009 stammenden Geldes werde noch geprüft, teilte ein Ministeriumssprecher am Dienstag mit.
Monika Lazar
Zur Ankündigung von Bundesministerin Köhler, im Haushaltsjahr 2010 zusätzliche zwei Millionen Euro zur Bekämpfung weiterer Extremismusformen zur Verfügung zu stellen, erklären Sven-Christian Kindler, Mitglied im Haushaltsausschuss und Berichterstatter für den Familienetat im Haushaltsausschuss, und Monika Lazar, Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus:
Jerusalem, 03. Januar 2010 Fassungslos sein. Wut empfinden und gleichzeitig trauern. Keine Worte dafür finden und ohnmächtig sein angesichts des grausamen Ausmaßes. Heute haben wir den Tag in Yad Vashem verbracht, der israelischen Gedenkstätte über die Shoa. Eindrucksvoll wird in Yad Vashem die Ermordung von 6 Millionen Jüdinnen und Juden durch die deutschen Nationalsozialisten dargestellt und wissenschaftlich dokumentiert. Aber auch der jüdischen und nicht-jüdischen WiderstandskämpferInnen wird in Yad Vashem gedacht, z.B. am Platz des Warschauer Ghettos, bei der Säule des Heldentums oder auf der Allee der Gerechten unter den Völkern. Es war mein zweiter Besuch in Yad Vashem, was übersetzt „Denkmal“ und „Namen“ heißt und sich auch im Ausstellungskonzept des Museums zeigt, in dem versucht wird den Opfern Gesicht und Individualität wieder zu geben. Nach dem Museums besichtigte ich die Kindergedenkstätte, in der die Namen, das Alter und der Geburtsort der insgesamt 1,5 Millionen ermordeten Kinder verlesen werden. Sehr verstörend, traurig, unfassbar. Das Kinderdenkmal hat mich am stärksten getroffen und bewegt. Erstmals besuchte ich auch das Tal der Gemeinden, in dem auf 107 Steinwänden die Namen von über 5.000 jüdischen Gemeinden eingraviert sind, die teilweise oder vollständig während der Shoa vernichtet wurden. Barsinghausen, Verden, Bückeburg, Wolfenbüttel, Lüneburg, Nienburg, Celle, Hannover. Es war wieder keines schönes aber ein wichtiges, ergreifendes Erlebnis. „Das Gedenken an die Vergangenheit, die Gestaltung der Zukunft“ (Botschaft von Yad Vashem).
Sven-Christian Kindler gehört zu den Erstunterzeichnern gegen Formen von Kulturzensur, jeden Antisemitismus und Israelhass.
Sven-Christian Kindler im Zug vor einem Bild, auf dem von den Allierten befreite KZ-Häftlinge zu sehen sind.
Sven-Christian Kindler im Zug vor einem Bild, auf dem von den Allierten befreite KZ-Häftlinge zu sehen sind.

Seiten

Subscribe to Antifaschismus