• Dresden 2010 – Geschichtsrevisionismus entgegentreten!

    [ 3. Februar 2010; 19:00 bis 21:00. ] Auch in diesem Jahr wollen am 13. Februar Nazis durch Dresden marschieren. Sie geben vor am Jahrestag der alliierten Bombardierung der Stadt im Zweiten Weltkrieg den deutschen Opfern zu gedenken. Dabei wird wie in den letzten Jahren der Mythos Dresden von den Nazis benutzt, um durch Parolen wie „Bombenholocaust“ und „alliierter Bombenterror“ im so genannten „Trauermarsch“ die Shoa und die deutsche Kriegsschuld zu relativieren, die Verbrechen des Nazi-Regimes zu leugnen und das mörderische Nazi-Deutschland als Opfer des Zweiten Weltkrieges darzustellen. Dieser Naziaufmarsch ist der größte seiner Art in Europa und hat eine mobilisierende Wirkung weit über Dresden hinaus. Er dient nicht nur der Vernetzung, der Ideologiebildung und Festigung der nationalsozialistischen und der rechtsextremen Identität, sondern hat auch die politische Funktion, über das Element der Trauer rechtsextreme Einstellungen in der Mitte der Gesellschaft zu verfestigen.

Februar 2010
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